PME und PMDS: was der Unterschied in der Forschung bedeutet
PMDS und PME können sich ähneln, weil die Beschwerden vor der Menstruation schwerer werden können. Der Unterschied, den Leitlinien nutzen, liegt in den Tagen danach.
Was bei PMDS nachlassen soll
Bei PMDS sollen die Beschwerden in der Woche nach Beginn der Menstruation minimal oder abwesend sein. Das ist der Kontrast zur Lutealphase. Viele Menschen merken das in der Follikelphase: Die schweren Tage lassen nach, und die Tage danach fühlen sich klarer an. Das DSM-5 verlangt denselben Kontrast, bestätigt über mindestens zwei Zyklen.
Was ACOG das andere Muster nennt
Bleiben die Beschwerden durchgehend hoch und werden sie nur vor der Menstruation stärker, passt eine zugrunde liegende Erkrankung besser. Die ACOG-Leitlinie (2023) nennt diesen Unterschied ausdrücklich. Auf dieser Website heißt das Muster PME (prämenstruelle Exazerbation): eine bestehende Erkrankung, die in der Lutealphase stärker wird. Eine Erklärung in klarer Sprache steht bei PME.
Warum zwei Zyklen diesen Unterschied zeigen
Im Nachhinein ist schwer zu sagen, ob die Beschwerden wirklich nachließen. Deshalb verlangen Leitlinien, das Muster vorauslaufend über mindestens zwei Zyklen festzuhalten. Mehr dazu steht bei zwei Zyklen. Hintergrund zu PMDS steht bei was PMDS ist. Die App stellt keine Diagnose.
Quellen
- American College of Obstetricians and Gynecologists. Management of premenstrual disorders. Clinical Practice Guideline No. 7. Obstetrics & Gynecology. 2023;142(6):1516–1533. www.acog.org/clinical/clinical-guidance/clinical-practice-guideline/articles/2023/12/management-of-premenstrual-disorders
- Royal College of Obstetricians and Gynaecologists. Management of Premenstrual Syndrome. Green-top Guideline No. 48. BJOG. 2017;124(3):e73–e105. www.rcog.org.uk/guidance/browse-all-guidance/green-top-guidelines/premenstrual-syndrome-management-green-top-guideline-no-48/
- Ismaili E, et al. Fourth consensus of the International Society for Premenstrual Disorders (ISPMD): auditable standards for diagnosis and management of premenstrual disorder. Archives of Women’s Mental Health. 2016. doi.org/10.1007/s00737-016-0631-7
- American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, fifth edition (DSM-5). 2013. Premenstrual dysphoric disorder. www.psychiatry.org/psychiatrists/practice/dsm
- World Health Organization. ICD-11 for Mortality and Morbidity Statistics. GA34.41 Premenstrual dysphoric disorder. icd.who.int/browse/2025-01/mms/en#1526774088
Diese Seite fasst veröffentlichte Forschung und Leitlinien zusammen. Sie ist keine medizinische Beratung und keine klinische Leitlinie. Die App stellt keine Diagnose.
PMDD Tracker ist kein Medizinprodukt und ersetzt keine fachliche Beratung. Die zyklische Übersicht ist ein Hilfsmittel zur Mustererkennung, kein medizinisches Urteil. Hol dir immer Rat bei einer Behandlerin. Medizinischer Disclaimer.
Häufige Fragen
- Ist PME dasselbe wie PMDS?
- Nein. Bei PMDS sollen die Beschwerden nach Beginn der Menstruation minimal oder abwesend sein. Bei dem Muster, das diese Website PME nennt, bleiben Beschwerden vorhanden und werden vor der Menstruation stärker.
- Nennt diese Seite einen Prozentsatz für PME?
- Nein. Hier steht nur der Unterschied, den die ACOG-Leitlinie (2023) nennt. Ein Bevölkerungsprozentsatz für PME steht hier nicht.
- Kann die App sagen, ob es PME oder PMDS ist?
- Nein. Die App stellt keine Diagnose. Zwei Zyklen machen das Muster für eine Behandlungsperson sichtbar.
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