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Wie wird PMDS festgestellt? Das DRSP erklärt

Es gibt keinen Bluttest für PMDS. Eine verlässliche Diagnose braucht tägliche Symptomwerte über mindestens zwei Menstruationszyklen. Das DRSP ist dafür international der Goldstandard.

Veröffentlicht: 3. März 2026 · Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026

Warum gibt es keinen Bluttest für PMDS?

Die Hormonwerte sind meist normal. Die besondere Empfindlichkeit des Gehirns gegenüber normalen Schwankungen lässt sich nicht in einer einzelnen Blutprobe messen. Bluttests können andere Ursachen wie Schilddrüsenerkrankungen ausschließen.

Was ist das DRSP?

Das Daily Record of Severity of Problems erfasst täglich 21 Symptome von 1, überhaupt nicht, bis 6, extrem, plus drei Ja/Nein-Items zu Arbeit oder Ausbildung, Beziehungen und Aktivitäten. Es entspricht den DSM-5-Kriterien. Siehe alle PMDS-Symptome.

Die 21 DRSP-Symptome

Skala: 1 überhaupt nicht, 2 minimal, 3 leicht, 4 mäßig, 5 schwer, 6 extrem.

Emotional

  • Stimmungsschwankungen
  • Reizbarkeit oder Wut
  • Depressive Stimmung
  • Hoffnungslosigkeit
  • Wertlosigkeit oder Schuld
  • Angst oder Anspannung
  • Zurückweisungsempfindlichkeit

Kognitiv und Verhalten

  • Weniger Interesse
  • Konzentrationsprobleme
  • Müdigkeit
  • Überforderung
  • Kontrollverlust
  • Konflikte

Körperlich

  • Mehr Appetit oder Überessen
  • Heißhunger
  • Hypersomnie
  • Insomnie
  • Brustempfindlichkeit
  • Blähgefühl oder Gewichtszunahme
  • Kopfschmerzen
  • Gelenk- oder Muskelschmerzen

Die drei Interferenz-Items erfassen Produktivität, Hobbys oder soziale Aktivitäten und Beziehungen.

Wie läuft die Diagnose ab?

  1. Alle 21 Symptome täglich bewerten, möglichst zur gleichen Zeit.
  2. Mindestens zwei vollständige Zyklen erfassen.
  3. Luteal- und Follikelphase vergleichen.
  4. Die zyklische Übersicht ansehen. Sie nutzt C-PASS und diagnostiziert nicht.
  5. Einträge oder PDF mit einer Fachperson besprechen.
  6. Andere Ursachen wie Schilddrüse, bipolare Störung, Depression und Angst prüfen.

Zu welcher Fachperson gehst du?

Hausärztliche Versorgung ist meist die erste Anlaufstelle und kann an Gynäkologie oder Psychiatrie überweisen. Sage klar, dass du PMDS vermutest, und bringe deine prospektiven Daten mit.

PMDD Tracker: das DRSP auf deinem Smartphone

PMDD Tracker digitalisiert das DRSP, erkennt Zyklusphasen und erstellt nach zwei Zyklen die zyklische Übersicht. Du kannst Daten, Heatmaps und Vergleiche als PDF teilen. Die App diagnostiziert oder analysiert deine Gesundheit nicht und ersetzt keine fachliche Abklärung.

Ohne aktuellen Zyklus kannst du Beschwerden nach Kalenderdatum festhalten. Für Diagnose und Übersicht bleiben zwei vollständige Zyklen nötig. Mehr unter Tracking ohne Zyklus und PMDS und Perimenopause.

Häufige Fragen

Was ist das DRSP?
Ein validiertes tägliches Formular mit 21 Symptomen von 1 bis 6 und drei Interferenz-Items. Es ist der Goldstandard für die prospektive PMDS-Abklärung.
Wie lange muss ich Symptome festhalten?
Mindestens zwei vollständige Menstruationszyklen.
Kann eine App PMDS diagnostizieren?
Nein. PMDD Tracker macht Muster sichtbar. Die Diagnose stellt ausschließlich eine Fachperson.
Welche Fachperson kann PMDS feststellen?
Oft beginnt die Abklärung hausärztlich, mit möglicher Überweisung an Gynäkologie oder Psychiatrie.
Kann ich das DRSP ohne Menstruationszyklus nutzen?
Ja, als Kalender-Tagebuch. Für PMDS-Diagnose und zyklische Übersicht sind jedoch mindestens zwei Zyklen nötig.

Beginne heute mit dem Tracking

Fülle das DRSP täglich aus und mache dein Muster nach zwei Zyklen sichtbar.

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