Die 4 Phasen deines Menstruationszyklus
Ein Menstruationszyklus dauert im Durchschnitt 28 Tage, wobei auch 20 bis 40 Tage normal sein können. Die vier Phasen können Energie, Stimmung und Wohlbefinden beeinflussen. Wenn du sie kennst, kannst du dich gezielter unterstützen und erkennen, wann PMDS-Symptome stärker werden und abklingen.
1. Menstruation (etwa Tag 1 bis 5)
Was passiert: Die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen und deine Periode beginnt. Das ist Tag 1 des Zyklus. Die Blutung dauert meist drei bis sieben Tage.
Hormone: Östrogen und Progesteron sind niedrig.
Wie du dich fühlen kannst: Müdigkeit, Ruhebedürfnis und Krämpfe sind möglich. Bei PMDS bringt das Nachlassen lutealer Symptome oft Erleichterung.
Tipp: Nimm dir, wenn möglich, Ruhe und sanfte Bewegung.
2. Follikelphase (etwa Tag 1 bis 13)
Was passiert: Sie beginnt an Tag 1 und überschneidet sich mit der Menstruation. In den Eierstöcken reifen Follikel, bis ein dominanter Follikel eine Eizelle freigibt.
Hormone: Östrogen steigt allmählich und unterstützt den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.
Wie du dich fühlen kannst: Energie und Stimmung können besser werden. Für viele Menschen mit PMDS ist dies die relativ beschwerdearme Zeit.
Tipp: Wenn diese Phase für dich leichter ist, kann sie sich für anspruchsvolle Vorhaben eignen. Vergleiche sie mit der Lutealphase.
3. Eisprung (um Tag 14)
Was passiert: Eine reife Eizelle wird freigesetzt. Bei einem durchschnittlichen Zyklus geschieht das etwa in der Mitte, bei kürzeren oder längeren Zyklen entsprechend früher oder später.
Hormone: Östrogen erreicht einen Höhepunkt, ein LH-Anstieg löst den Eisprung aus. Danach sinkt Östrogen kurz und Progesteron wird wichtiger.
Wie du dich fühlen kannst: Manche Menschen fühlen sich energiegeladen, selbstbewusst oder kontaktfreudig. Die Libido kann steigen.
Tipp: Beobachte dein eigenes Erleben. Danach beginnt die Lutealphase, in der PMDS-Symptome zunehmen können.
4. Lutealphase (etwa Tag 15 bis 28)
Was passiert: Nach dem Eisprung entsteht der Gelbkörper und produziert Progesteron. Ohne Befruchtung bildet er sich zurück, Progesteron fällt und die Menstruation beginnt.
Hormone: Progesteron steigt und fällt kurz vor der Menstruation. Östrogen hat einen zweiten, kleineren Höhepunkt.
Wie du dich fühlen kannst: Bei PMDS treten hier meist die stärksten Symptome auf, etwa Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Angst, Niedergeschlagenheit, Erschöpfung und körperliche Beschwerden. Sie klingen meist innerhalb von ein bis vier Tagen nach Beginn der Menstruation ab.
PMDS-Bezug: Der Kontrast zur Follikelphase kann deutlich sein. Mehr erfährst du unter Lutealphase und PMDS.
Wie Hormone die Stimmung beeinflussen können
Östrogen wirkt auf das Serotoninsystem und unterstützt häufig eine stabilere Stimmung und Energie. Ein Abfall kann bei empfindlichen Menschen Niedergeschlagenheit oder Angst begünstigen.
Progesteron wird unter anderem in Allopregnanolon (ALLO) umgewandelt. ALLO wirkt auf GABA-Rezeptoren meist beruhigend, kann bei manchen Menschen aber gegenteilig wirken. Bei PMDS reagiert das Gehirn besonders empfindlich auf normale Schwankungen. Mehr unter Hormone und Stimmung.
Warum Zyklustracking hilfreich sein kann
Zyklus- und Symptomaufzeichnungen zeigen, wann es dir eher gut geht und wann Beschwerden ansteigen. Dein eigenes Muster kann dir bei Planung, Ruhe und Unterstützung helfen.
Tägliche Aufzeichnungen sind bei Verdacht auf PMDS wichtig. PMDD Tracker verknüpft deine eingegebenen Menstruations- und Symptomdaten und macht Muster in Diagrammen und Zyklusvergleichen sichtbar. Die App stellt keine Diagnose, analysiert dich nicht und ist kein Medizinprodukt. Siehe Symptome festhalten und PMDS-Erkennung und DRSP.
Die 4 Zyklusphasen im Überblick
| Phase | Typischer Zeitraum | Hormonverlauf | PMDS-Bezug |
|---|---|---|---|
| Menstruation | Tag 1 bis 5 | Östrogen und Progesteron niedrig | Symptome klingen meist ab |
| Follikelphase | Tag 1 bis 13 | Östrogen steigt | Relativ beschwerdearm |
| Eisprung | Um Tag 14 | Östrogen und LH erreichen Höhepunkt | Oft bessere Zykluszeit |
| Lutealphase | Tag 15 bis 28 | Progesteron steigt und fällt | Symptome können ihren Höhepunkt erreichen |
Häufige Fragen
- Wie lang ist ein normaler Menstruationszyklus?
- Im Durchschnitt etwa 28 Tage. Auch Zyklen zwischen 20 und 40 Tagen können normal sein.
- In welcher Phase treten PMDS-Symptome auf?
- In der Lutealphase nach dem Eisprung und vor der Menstruation. Meist klingen sie innerhalb von ein bis vier Tagen nach Blutungsbeginn ab.
- Woher weiß ich, in welcher Zyklusphase ich bin?
- Halte deine Menstruation und bei Bedarf den Eisprung fest. Tag 1 ist der erste Blutungstag. Auf die Follikelphase folgt nach dem Eisprung die Lutealphase.
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